Dannenberger „Obdachlosen-Unterkunft“: Wie die EJZ den Tenor verschiebt und die Verwaltung reinwäscht

Es macht mich wütend wie Rouven Groß in seinem Bericht über die Zustände in der Dannenberger Obdachlosen-Unterkunft (EJZ vom 10.11.25) Aussagen der Verwaltung ungeprüft übernimmt und die Zielrichtung meines Tagesordnungspunktes willkürlich verschiebt.

Ich habe ihn deshalb wie folgt angeschrieben:

hallo Rouven,
ja, lang ist er, der Artikel über die Dannenberger „Obdachlosen-Unterkunft“…..
Er vermittelt die Verwaltungshaltung: „Wir machen alles rechtskonform, wir beheben Mängel sofort, kaputt machen die Bewohner“ (sehr pauschal, ehrlich gesagt).
Dann der übliche Nörgler Kurt Herzog: „Menschenunwürdig….“
Auch der oft diskriminierend etc hervorstechende Ratsherr Krull (SPD!!!), der von nix ne Ahnung hat, aber die Schuld bei den BetreuerInnen sieht.

Also, Rouven, die Sache ist die, und das hätte man aus meinen Worten im Fachausschuss auch ganz klar entnehmen können: Dass das ganze überhaupt Thema wurde ist Verdienst der Betreuerin eines der Bewohner.
Sie hat immer wieder energisch die zuständige Verwaltung auf die vielen MIssstände hingewiesen. Manche Dinge wurden behoben, aber, mit Verlaub, äußerst widerwillig und behäbig seitens der Verwaltung.

Ich habe alle ihre mails an die Verwaltung diesbezüglich gelesen und mehrfach mit ihr ausführlich telefoniert.
Das kann ein Redakteur übrigens auch. Dann hätte schon die Überschrift vielleicht so gelautet: Nicht menschenwürdig, rechtlich in Ordnung? und eben nicht Rechtlich in Ordnung, aber menschenwürdig?

Ich bin gerne bereit, nach Rücksprache mit der Betreuerin, dir einen Kontakt mit ihr herzustellen, damit du das selbst noch einmal aus 1. Mund hörst.
Und dann das tust, was bisher bei deinem Bericht fehlt: Einen 2. Artikel schreibst, in dem du die Erfahrung der Betreuerin ausführlich im O-Ton beschreibst.

Die Menschen, die in der so genannten Obdachlosen-Unterkunft in Dannenberg hausen müssen, haben nämlich keine Lobby – außer die Betreuerin.
Das sieht und hört man aus den Aussagen der Verwaltung aber auch großer Teile des beratenden (?) Fachausschusses heraus und besonders aus den offensichtlich verachtenden Worten eines SPD-Ratsherrn Krull .

Wieder mal wütend,
Kurt Herzog, SOLI-Ratsherr SG Elbtalaue

Leben ist jetzt