Dioxin im Elbe-Ufer für Kinder extrem gefährlich! Kreisverwaltung erfaßt es einfach nicht!

Offener Brief an die Landrätin

Text:

Sehr geehrte Frau Landrätin,

Aus dem Schreiben des Landkreises an das NMU vom 11.5.26 entnehme ich, dass offenbar die eigentliche Zielrichtung der Fragestellung nicht richtig erfaßt wurde und damit auch beim NMU nicht richtig ankommt.

Es geht weniger um die Werte der Dioxin-Probefläche des LBEG in Gorleben.

Es geht vielmehr um das Problem, welche Dioxin/PCB-Werte man in den Ufer-Bereichen der Elbe vorfindet, die für die Bevölkerung und damit für Kinder freigegeben sind. Das sind die Bereiche in den Ortslagen im Biospärenreservat. Abgesehen davon findet natürlich auch in der Praxis Publikumsverkehr dort statt, wo eigentlich der öffentliche Zutritt nicht gewollt ist (Aber auch Nutzung durch Angler!).

Aus der Karte des NMU mit den Dioxin- und Furangehalten an der Elbe ist zu sehen, dass die Messungen entlang der Elbe vielfach über den Prüfwerten für Kinderspielflächen (größer 100 ng/kg) und z.B. in Hitzacker und Schnackenburg mit über 1000 ng/kg sogar über den Prüfwerten für Wohngebiete, Park- und Freizeitanlagen liegen.

Es geht also konkret darum, dass regelmäßig in diesen von Publikum (insbesondere Kindern) genutzen Bereichen beprobt wird. Ich erinnere daran, dass Herr Dr. Hammerschmidt vom LBEG vortrug, dass man Kinder in diesen Bereichen nicht spielen lassen sollte.

Ggfs. müssen dann zumindest Warnhinweise aufgestellt und über ensprechendes Infomaterial (auch im Internet) sichergestellt werden, dass Menschen erfahren, dass dort eine Gefahrenquelle vorliegt. Alles andere wäre fahrlässig.

Dieses wird in dem Schreiben des Landkreises ans NMU nicht vermittelt. Damit geht auch die Antwort des NMU eigentlich am Kern vorbei.

Ich erachte es also als unumgänglich, dass diese Problemlage noch einmal deutlich ans NMU vermittelt wird.

Also: Regemäßige Proben im Ufersediment (Wer die dann machen muss, wird doch zu eroieren sein!) an den wichtigen Örtlichkeiten (auch in Absprache mit den örtlichen Gemeinden).

Dieses trug ich erstmals schon im Herbst letzten Jahres in den Kreisgreminen vor. Danach noch mehrmals in jeder Ausschusssitzung.

Ich würde mich freuen, wenn so ein relativ einfacher Sachverhalt nicht verwässert wird und zeitnah in praktische Maßnahmen mündet, die insbesondere Kinder schützen.

Ich bitte um eine Rückmeldung, wie Sie verfahren wollen.

Kurt Herzog, SOLI-Fraktionsvors. im Kreistag

Elbe Ausschnitt