Dannenberg: Einrichtung von Fahrradstraßen oder Fahrradzone im Innenstadt-Bereich
Paradigmenwechsel in Dannenberg:
Die Innenstadt soll Fahrradzone werden,
Autos sollen sich unterordnen,
in Zukunft entspannter mit mehr Lebensqualität
Hiermit beantragen wir für die kommenden Sitzungen des Stadtentwicklungsausschusses, (KMBD), des VA und des Stadtrat folgenden TOP:
Einrichtung von Fahrradstraßen oder Fahrradzone im Innenstadt-Bereich
Der Verkehrsentwicklungsplan 2001 der Stadt Dannenberg hatte die Förderung des Radverkehrs zum Ziel mit der Vorgabe „die Belange des Radverkehrs denen des motorisierten Verkehrs zumindest gleichberechtigt gegenüber zu stellen“.
2017 wurde der VEP nochmals fortgeschrieben mit einigen auch den Radverkehr betreffenden Verbesserungen, ein Gesamtkonzept wurde aber nicht erstellt.
Herr Müller vom Ing-Büro Schubert erläuterte damals, dass der bestehende Verkehrsentwicklungsplan, den auch das Büro Schubert erarbeitet hat, aus dem Jahr 2001 stammte. Er schlug vor, in der Planung den vermehrten Fahrradverkehr auf der Jeetzelalle zu berücksichtigen und nachfolgende Fragestellungen zu beantworten: Bestehen Alternativen zum Fahrradverkehr auf der Jeetzelallee, sind Innenstadtstraßen für den Fahrradverkehr nutzbar, bestehen Möglichkeiten für die Änderung des KFZ-Verkehrs in der Innenstadt. (s. Anhang)
Inzwischen wurde von Osten Richtung Innenstadt in der Marschtorstraße eine Fahrradstraße umgesetzt, die aber an der Kreuzung „Am Werder“ endet.
Gemäß der Aufgabenstellung bzw. den Empfehlungen des Büros Schubert (s. Anhang) schlägt die SOLI-Fraktion folgende Umsetzungen vor:
Ausweisung von Fahrradstraßen/Fahrradzone im Innenstadtbereich in folgenden Straßenzügen:
1) Marschtorstraße von Bader aus Richtung Markt/Lange Straße/Mühlentor,
2) Am Werder,
3) Lindenweg/Riemannstraße
Um weiterhin Kfz-Verkehr möglich zu machen werden diese Fahrradstraßen mit dem Zusatzschild „KfZ frei“ ausgestattet.
Der Zeitpunkt für so eine Umgestaltung passt sehr gut in die weiteren Planungen der Stadtsanierung (z.B. Beruhigungsmaßnahmen in der Langen Straße, Pflastertausch, Aufwertung Radverkehr).
Auf diese Weise gelingt es, den KfZ-Verkehr in der Innenstadt weiter zu beruhigen und Geschwindigkeiten zu reduzieren. Davon würde auch der fußläufige Verkehr profitieren. Die gefahrenen Geschwindigkeiten müssten sich den Fahrradgeschwindigkeiten anpassen, der Radverkehr hätte Vorrang. Damit würden auch Gefahren für Schulwege bzw. den radfahrenden Schülerverkehr deutlich verringert.
Die Maßnahmen kämen zudem dem Klimaschutz zugute, der Sicherheit im Straßenverkehr insgesamt, der touristischen Qualität und der Lebensqualität allgemein in der Innenstadt.
Der Stadtrat möge beschließen:
Die Straßenzüge in der Innenstadt werden als Fahrradstraßen gemäß Sachverhaltsdarstellung ausgewiesen mit dem Zusatzschild „KfZ frei“.
Das Büro Schubert wird beauftragt, dafür eine entsprechende Planung zu machen.
Die Umsetzung erfolgt im Rahmen der Stadtsanierung, ebenso die Finanzierung.
Kurt Herzog und Dirk Brüggemann, SOLI-Fraktion im Dannenberger Stadtrat